Test Merida One Twenty

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Test Merida One Twenty

Beitrag  Scalpellino am So 21 März 2010 - 12:25

Hallo,
hier wie versprochen der Tesbericht für das Merida One Twenty. Wer ein Tuorenfully für unsere Mittelgebirgslandschaft und gelegentliche Touren
an den Gardasee oder eine Transalp sucht bekommt mit dem One Twenty ein passendes Spielzeug.
Luftdruck an Dämpfer und Gabel einstellen, aufsteigen und losfahren. Die Sitzposition ist bequem aufrecht, man sitzt" im Bike" bergab eine Spassgerät.
Wer von einem Marathonbike umsteigt, merkt schnell das man bergauf genügend Zeit mitbringen muß. Der Hinterbau arbeitet zwar sehr
antriebsneutral, auch das Vorderrad steigt nicht, aber es geht bedingt durch die Sitzposition Zitat Norman:"Hollandrad" nicht richtig vorwärts.
Zusammenfassung: Fahrwerk, Bremsen, Sitzposition sind Top, geil zum Tourenfahren. Nichts für die Stoppuhr.

Gruß Peter
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Beitrag  Yellow5 am So 21 März 2010 - 13:13

Ey Peter
Ab in die Bike Redaktion !
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ICH BIN ÜBERZEUGTER HARDTAIL FAHRER!!!

Beitrag  Norman am So 21 März 2010 - 15:53

So, dann will ich auch mal....

Hab heute das 1-20 auf den Dünsberg gejagt...oder besser gesagt gefahren, weil schnell war ich nicht.
Aber fang ich mal vorne an.
Gestern Abend noch gewaschen und am Setup rum gespielt konnte ich heute nach dem Mittagessen gleich los fahren.
Den Dämpfer hab ich auf 175 PSI und die Gabel auf 110 PSI aufgepumpt.
Den Reifendruck vorne auf 1,8 Bar und hinten auf 2,1 Bar reduziert.

Die ersten Probefahrten auf dem Hof ließen doch mehr versprechen als ich gestern auf unserer Tour von dem Fully hatte.
Pünktlich um 1300 Uhr hieß es Rucksack mit Dämpferpumpe, Luftpumpe und was zu trinken auf und los gehts.
Nach dem ersten Anstieg (Forsthausstraße) merkte ich das die Gabel noch etwas weich ist. Kein Problem...schnell war die Gabel auf 130 PSI gepumpt und weiter gehts.
Beim Sportplatz angekommen war klar, daß das Merida 1-20 mehr Kraft braucht als mein Quantec Hardtail!
Über Frankenbach bin ich dann Richtung Dünsberg. Ich bin dort hoch gefahren, wo wir sonst runter fahren. Den Trail bei dem kleinen Jagdhäuschen. Auf der unteren Hälfte musste ich absteigen und schieben. Das Hinterrad überrollt zwar jede Wurzel und hat somit immer Grip, aber das Mehrgewicht und die "Hollandrad" Sitzposition macht es doch recht schwer matschige Trails hoch zu fahren.
Nach 43 min. (noch 2 weitere Setup-Pausen abgezogen) hab ich den Dünsberg-Gipfel endlich erreicht. Ehrlich gesagt, bin ich schon lange nicht mehr so langsam und so mühsam den DB hoch gefahren.
Liegt wohl daran, das mir die Touren-Fully-Sitz-Position nicht so zusagt...
Durstig und etwas fertig hab ich die Sattelposition etwas nach vorne auf der Stütze verschoben, sodass ich mit meinem Oberkörper mehr über den Trettlagerbereich komme.
Viel hat es nicht genutzt, da der Sitzwinkel doch recht flach ist. Aber egal jetzt hieß es ja erst mal Plattform an der Gabel raus, ebenso am Dämpfer und runter gehts!!!

Ich habe bergab die gleiche Strecke gewählt wie gestern.
Mit den 120mm Federweg wird so gut wie alles weg gebügelt. Auch der kleine Absatz kurz nach dem Gipfel ist unproblematisch zu passieren. Die Bremsen (Hayes Stroker Trail) sind top und mehr als genügend.
Jedoch kam da wieder mein Problem...der Gegenanstieg. Eine leichte Steigung aber mit offener Plattform vorne und hinten so anstrengend wie mit dem Rennrad Alp d'Huez hoch zu fahren. Mit 180 Puls oben angekommen gehts links ab durch ein Fichtenwurzel-Feld. Da spielt das Merida Fahrwerk natürlich all seine Joker aus. Es bügelt einfach nur so über die Wurzeln drüber als wäre es eine Teerstraße. Auch der breite Lenker und die Sitzposition (kommt einem vor wie vorne 29 Zoll und hinten 24 Zoll *hehe*) kommen dem Handling Bergab zu Gute.

Im Vergleich zum Hardtail verliert das Merida 1-20 bergauf auf ganzer Strecke. Auch auf den Waldautobahnen am und um den Dünsberg bevorzuge ich das Hardtail. Einzig auf schwer verblockte Trails, Treppen und bei Sprüngen würde ich dem 120mm Fully den Vorrang lassen.

Mein Fazit:

Das Merida 1-20 welches als Tourenfully und Marathon-Fully (ohne Wertungs-Amphitionen) beworben wird ist meiner Meinung nach eher ein All Mountain mit "nur" 120 mm Federweg.
Hier in unseren Mittelgebirgen reicht ein Hardtail oder 100mm Fully voll und ganz.
In den Alpen, am Garda See usw. ist das Bike vielleicht die richtige Wahl. Aber mit der Sitzposition (flacher Sitzwinkel) tut man sich doch recht schwer die Anstiege hoch zu kommen.
Komisch, das die großen Bike-Zeitschriften und auch die Rad-Hersteller selbst damit werben, dass Touren, Marathons und Alpen-X nur noch mit Bikes mit min. 120mm fahrbar sind.

Ein Alpen-X vielleicht. Kann ich aber nicht viel zu sagen, da ich noch nie mit dem Bike in den Alpen war, wobei ich mir bergauf sicherlich mein Quantec wünschen würde.
Aber Marathons mit 120mm Fullys fahren ist doch total übertrieben und man ist langsam wie Sau...

Auf Touren muss jeder selber wissen, was er will.
Wer bergauf im kleinen Gang mit 6-7 km/h fahren in Kauf nimmt, dafür Bergab ein Sofa-Gefühl möchte und es einfach rollen lassen will ohne sich über Ideallinie und Hindernisse Gedanken machen zu müssen, der wird mit dem 1-20 wohl recht glücklich werden.
Wer aber auch bergauf leicht und schnell oben ankommen will, im Downhill von jedem Stein, jeder Wurzel und von jeder noch so kleine Bodenwelle eine Rückmeldung bekommen möchte und somit auch das Gefühl bekommt, sich mit dem Bike den Berg runter "zu kämpfen" der wählt ein Hardtail!!! Gefühlsmäßig kam ich mir gestern mit dem Quantec schneller vor als heute mit dem Merida. Ausserdem macht MIR es mit dem Hardtail mehr Spass...bergauf, genauso wie Bergab!

Wenn Fully, dann würde ich gerne mal ein 100mm Fully testen. Maybe, Specialized Epic, Radon QLT Race oder Cube AMS CC....


[So, da Luca raus will, hab ich ohne Rechtschreibkorrektur versendet...les es mir nachher nochmal durch, was für ein Mist ich geschrieben hab *lol*. Muss jetzt erst mal mit dem Hund raus : ) ]


Zuletzt von Norman am So 21 März 2010 - 22:04 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Bücher !

Beitrag  Yellow5 am So 21 März 2010 - 19:49

Also Norman
Sehr ausgiebig geschrieben also Bike Redakteur ??????ß
Vielleicht Autor !
Ich glaube Du solltest ein Buch von unseren Touren schreiben.

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Re: Test Merida One Twenty

Beitrag  Norman am So 21 März 2010 - 20:18

Hehe...ja ist bisschen lang geworden...
Naja...bin glaub ich eher der Merida 96 Typ und nicht der Merida 1-20 Typ ;)

Soll ich?! Vielleicht wirds ja sogar ein Bestseller...



Hab aufem Dünsberg den Werner getroffen. Die K.Berger sind ab Ostersamstag 1500 Uhr wieder mit dabei.

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Re: Test Merida One Twenty

Beitrag  Norman am Di 23 März 2010 - 17:21

Merida 1-20 Test No. 2


Hallo Bike-Gemeinde...

ich muss nochmal was zu dem 1-20 los werden.
Es macht SPASS!!

Nachdem ich das halbe Internet und alle mir zu Verfügung stehenden Fachzeitschriften der letzten Monate durchstöbert habe, lies es mir keine Ruhe so ein schlechtes Bild von der Bike Kategorie "Tourer" zu haben.

In der Bike 3/2010 ist ein ausführlicher Test über die aktuellen Tourenbikes 2010 abgedruckt. Dort wird das 1-20 als ausgewogener Tourer mit soliden Parts beschrieben.

Da ich/wir ja hauptsächlich Touren fahren müsste also ein 120mm Fully doch genau das Richtige sein.
Liegt es an mir, das ich auf den Komfort zugunsten des Vortrieb verzichte und doch lieber Hardtail fahre, oder ist mein Bike-Horizont einfach falsch abgesteckt und ich fahre keine Touren sondern jedes mal ein XC-Rennen *lol*.

Ich hoffe Olaf sieht es nicht so eng, jedenfalls habe ich an seinem Bike den Vorbau gedreht, damit der Lenker weiter runter kommt, um so noch einmal eine Testfahrt zu unternehmen.
Ich habe den direkten Weg auf den Altenberg gewählt, über die Philipstanne oberhalb von Königsberg direkt auf den A-Berg.
Am Fahrwerk habe ich zum Vergleich am Sonntag die Gabel auf 170PSI gepumpt und am Dämpfer die Zugstufe um 2 Klicks erhöht. Ebenso an der Gabel. Ausserdem kam die Drehung des Vorbaus dem Vortrieb und der Sitzposition nur zu Gute!!

Blockiert man nun an Anstiegen die Gabel und macht am Fox-Dämpfer die Plattform rein ist es gar nicht mehr so mühsam Anstiege hoch zu strampeln. Klar ist noch ein leichtes Wippen zu spüren und das Mehrgewicht im Vergleich zu meinem Hardtail ist auch nicht verschwunden, aber wenn man an die bevor stehende Abfahrt (Trail rechts ab vom Altenberg; mit den Stufen...) denkt ist dies zu verschmerzen.

Alles in allem hab ich nun eine doch recht gute Meinung zum 1-20 und könnte mir vorstellen so etwas als nächste Anschaffung, dann aber mit absenkbarer Gabel (Fox Talas) in Betracht zu ziehen Very Happy .
Auch wenn für die schnelle Runde nach Feierabend und für Marathons das Quantec erste Wahl ist, wäre ein "Touren-Fully mit 120mm Federweg" im Keller nicht verkehrt sunny



0:45 Std.
11,3km
271 Hm
12,8km/h

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Re: Test Merida One Twenty

Beitrag  Scalpellino am Di 23 März 2010 - 19:58

Warum im Keller, darf ein Fully nicht in dein Wohnzimmer ?
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Re: Test Merida One Twenty

Beitrag  Norman am Di 23 März 2010 - 20:49

Da steht doch schon, das Hardtail :scratch:

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Na Lust ?

Beitrag  Yellow5 am Di 23 März 2010 - 20:55

Morgen kommt der Johannes und möchte eventuell das 1-20 fahren. Könntest Du dich mit dem Gedanken anfreunden mal mein 96 zu fahren ?

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Re: Test Merida One Twenty

Beitrag  Norman am Di 23 März 2010 - 20:58

96 am Samstag mal, wenn das von dir aus okay ist.

Wann soll ich dir das 1-20 denn bringen?!

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1-20

Beitrag  Yellow5 am Di 23 März 2010 - 21:02

Geht morgen früh ??

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Re: Test Merida One Twenty

Beitrag  Norman am Di 23 März 2010 - 21:17

Da bin ich arbeiten. Kann es dir jetzt noch hoch bringen!

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Re: Test Merida One Twenty

Beitrag  jojo am Fr 26 März 2010 - 10:15

Morgen kommt der Johannes und möchte eventuell das 1-20 fahren. Könntest Du dich mit dem Gedanken anfreunden mal mein 96 zu fahren ?

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Ja und er war da und hat es probegefahren. Cheers Kurz zu mir,bin 28 Jahre alt, schwer und oft bei den Lapps :lol:
Ich kenne mich ja bei euch keinen cm aus, gps sei dank ist dann diese Tour auf gut Glück bei rumgekommen.


Ich bin ja bis jetzt nur Hardtail gefahren, von daher eine Offenbarung. waren so 20km und 400 hM. Ich bin noch nie so komfortabel gefahren:D. Bergauf zwar nicht ganz so schnell, dafür sehr bequem. Will eigentlich nichts anderes mehr fahren. Vorne war nie eine Plattform nötig, hinten jedoch bei jedem Anstieg, bergab schön sensibel und natürlich offen. klar ist das keine Rennmaschine. wird es nie sein. aber doch zügig und recht entspannt. Das Rad ist mir zwar etwas zu klein, nichts desto trotz hatte ich keine Probleme damit.



Fazit. Komfortabler Tourer, der auch für schwere Menschen geeignet ist. Bremsen waren etwas ungewohnt laut. Einziges Manko sind die Rocket Ron. Die sind leicht, das wars aber auch. Mit nem Nobby Nick oder nem Fat Albert besser noch, zumindest vorne, würde das Rad sich im Gelande deutlich besser anfühlen. Der gedrehte Vorbau ist ok.

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